Start in die Ausbildung mit Teambuilding

25 Auszubildende und Studenten starten im September und Oktober 2014 ihre Ausbildung bei Dieffenbacher, dem Anlagenbauer aus Eppingen. Beim Teambuilding-Workshop vom 3. bis zum 5. September in Althütte lernten sich die Einsteiger kennen und als Teammitglieder schätzen.

Dieffenbacher ist ein Eppinger Familienunternehmen in mittlerweile fünfter Generation. Der Begriff Familie passt nicht nur auf die Nachfolge der
Geschäftsführer – auch viele der Mitarbeiter folgen dem Vorbild ihrer Eltern. So zum Beispiel Lukas Lechner (16). Spaß und Interesse an Elektronik hatte er schon immer. In diesem Jahr beginnt er seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik.

Insgesamt 25 Azubis und Studenten beginnen in diesem Jahr ihre Zeit bei Dieffenbacher. Lernen werden sie Ausbildungsberufe vom Mechatroniker bis zum Studium der Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule. Sechs junge Frauen sind dabei. Das breite Spektrum der Ausbildungsberufe spiegelt Dieffenbacher als interessanten Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb wider.

Neue Auszubildende bei Dieffenbacher 2014

Die Azubis und Studenten kamen auf unterschiedlichen Wegen zu Dieffenbacher: von der Lehrstellenbörse Sinsheim über Veranstaltungen im Rahmen der Schulkooperationen bis hin zu elterlichen Verbundenheit zu Dieffenbacher. Johanna Bertsch (18) beginnt im September ihr kooperatives Studium im Maschinenbau. „Mich hat die Verbindung von Praxis und Theorie angesprochen“, berichtet sie. Ihren Lehrberuf wählte sie nach der Teilnahme an der Juniorakademie und einem Tag der offenen Türe an der Hochschule Heilbronn. „Gerade das kooperative Studienmodell gefällt mir“, so die Studentin. „Für mich ist es ansprechender als das duale Studium mit Drei-Monats-Blöcken.“

„Mich hat an Dieffenbacher vor allem die Vielseitigkeit gereizt. Mir gefällt die Kombination von Technik und Wirtschaft“, berichtet Norbert Botesch (19), ab Oktober dualer Student bei Dieffenbacher. Nach der mittleren Reife besuchte er zunächst das Wirtschaftsgymnasium in Öhringen. Nun studiert er Wirtschaftsingenieurwesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach, die praktische Ausbildung erhält er bei Dieffenbacher. Die Chancen für eine Zukunft bei Dieffenbacher stehen für ihn gut, ebenso wie für die anderen Einsteiger, die ihre Berufsausbildung beim Anlagenbauer aus Eppingen beginnen. Die meisten Auszubildenden werden übernommen. Umso wichtiger ist es, sie von Anfang an zu fördern, nach ihren Fähigkeiten und Neigungen einzusetzen und den Teamgedanken zu stärken.

Den Einstieg bei Dieffenbacher bildet die Einführungswoche. Nach Begrüßung, Vorstellung des Betriebs und des Arbeitsplatzes sowie Erledigung der Formalitäten geht es gleich zum Teambuilding. Der dreitägige Workshop findet in Althütte-Lutzenberg statt. Gleich zu Anfang wurden Teams gebildet. Dies geschah mit einer Art Rollenspiel. Wie sehen sich die Neuzugänge im Team? Eher als Macher, als Zuarbeiter oder als Vermittler? Die Workshopteilnehmer legten sich auf eine der Rollen fest und schrieben diese auf ein Kärtchen, mit ihrem Namen auf der Rückseite. Erst nach Bildung der Teams wurde die Identität der Mitglieder aufgedeckt. „Die Aufteilung war von Anfang an relativ klar“, berichtet Lukas Lechner. „Trotzdem würde ich mich nicht fest einer Rolle zuordnen – diese hängt wiederum vom Team ab.“

Danach ging es an die Aufgaben. Vertrauensübungen und das gemeinsame Lösen von Herausforderungen bildeten den Rahmen. Überwiegend positives Feedback gaben die Beteiligten zum sogenannten Schienenlauf. Der Parkour bestand aus zwei parallelen, am Boden liegenden Holzstämmen. Jeweils sechs Personen sollten von links nach rechts gelangen, sechs Personen gegenläufig – ohne auf den Boden zu treten. Was zunächst einfach klingt, erfordert viel Zusammenarbeit, Rücksicht und Absprachen.

Schienenlauf Teambuilding

Übereinstimmend werten die neuen Azubis und Studenten den Workshop als wertvolle Erfahrung. „Bereits am zweiten Tag merkte man deutlich, dass die anfängliche Zurückhaltung nachließ. Man versteht sich besser, man kennt sich, nicht nur von einer Unterhaltung, sondern von gemeinsam Erlebten“, berichtet auch Maximilian Scheiber (16) ebenso wie Lukas Lechner Azubi zum Elektroniker für Betriebstechnik.

In Erinnerung bleiben werden den Teilnehmern des Workshops auch die kleinen, ungeplanten Herausforderungen: Einem Bauern war vom nahegelegenen Gehöft ein Huhn entkommen. Erfolgreich fingen es die Auszubildenden wieder ein und übergaben es seinem Besitzer.