Von der Schulbank in die internationale Ausbildung

Neuer Ausbildungsjahrgang startet bei Dieffenbacher in Eppingen

Am 04. September 2017 starteten zwölf Auszubildende, drei DH-Studenten und zwei Kooperative Studenten beim Eppinger Maschinen- und Anlagenbauer Dieffenbacher ins Berufsleben. Aktuell bildet der führende Hersteller von Pressensystemen und kompletten Produktionsanlagen für die Holz- und Automobilindustrie damit 62 junge Nachwuchskräfte aus. Mit dem Dieffenbacher-Ausbildungsprogramm ermöglicht das Unternehmen den Jugendlichen die Entwicklung zu Fachkräften und Spezialisten in verschiedenen Fachbereichen wie z.B. Elektronik, Zerspanungsmechanik, Informatik oder Maschinenbau.

Neuer Ausbildungsjahrgang bei Dieffenbacher 2017
Bild 1: 17 Auszubildende und Studenten starten ihre Ausbildung bei Dieffenbacher

Teamwork statt Ellenbogen

Damit der Einstieg in die Ausbildung glatt läuft, unterstützt Dieffenbacher die Berufseinsteiger bei ihrem Start mit einer Einführungswoche. Zwei Tage machen sich die Jugendlichen zunächst einen Eindruck vom Hauptsitz in Eppingen. Neben einem Betriebsrundgang stehen erste Schulungen und Präsentationen auf dem Programm. Hier bekommen die Auszubildenden und Studenten wertvolle Tipps zu Themen wie Arbeitssicherheit und Arbeitsplatzorganisation. Bei verschiedenen Produktschulungen lernen Sie beispielsweise das Herzstück der Dieffenbacher-Anlagen zur Holzplattenproduktion, die Presse CPS+, kennen.  Im Anschluss geht es für den Rest der Woche zum Teamworkshop nach Althütte im Rems-Murr-Kreis. Begleitet werden die Auszubildenden und Studenten von den Ausbildern Nicola Bräumer, Matthias Höfle und Hauke Schmidt. In Arbeitsgruppen werden die Jugendlichen ihre Erwartungen an die Ausbildung erarbeiten und Bewusstsein für den hohen Stellenwert von Teamarbeit schaffen. Beim Orientierungslauf durch das angrenzende Waldgebiet lernen die Jugendlichen bei Vertrauensübungen sich aufeinander zu verlassen.

Erlebnisreiche Praxis statt langweiliger Theorie

Am 11. September 2017 beginnt für alle Auszubildenden und Studenten die Ausbildung in den jeweiligen Fachbereichen. Das Dieffenbacher-Ausbildungsprogramm bietet neben der Vermittlung von Fachwissen in Theorie- und Praxisphasen u.a. spezielle Seminare für die Entwicklung der Soft Skills. Dazu gehören z. B. ein Unternehmensplanspiel und das Seminar „Präsentationstechnik“.
Als weitere wesentliche Bausteine des Ausbildungsprogramms bietet Dieffenbacher Baustelleneinsätze und Auslandspraktika für alle Auszubildenden und Studenten an. Für das Unternehmen stellt die Auslandserfahrung eine besonders wichtige Ausbildungskomponente dar. Damit fördert Dieffenbacher die Selbständigkeit und Selbstsicherheit der Jugendlichen. Gleichzeitig lernen sie die globale Tätigkeit des Maschinen- und Anlagenbauers kennen und erhalten die Möglichkeit, in andere Arbeitskulturen und Mentalitäten einzutauchen. Im Jahr 2017 nutzten diese Möglichkeit bereits 18 junge Talente, von der Ausbildung über das Studium bis hin zur Werkstudententätigkeit. Einer von ihnen war Lucas Keiner, DH-Student der Elektrotechnik bei Dieffenbacher, der einen Einblick in sein Praktikum im „Land der tausend Seen“ gibt:

Ein Erfahrungsbericht von Lucas Keiner:
Mein Praktikum im „Land der tausend Seen“
Mein Name ist Lucas Keiner. Ich absolviere mein duales Studium der Elektrotechnik in Kooperation mit Dieffenbacher. Vom 8. Januar bis 3. Februar 2017 verbrachte ich ein vierwöchiges Auslandspraktikum beim Dieffenbacher-Tochterunternehmen „Dieffenbacher Panelboard Oy“ in Finnland.
Der Standort liegt in Nastola, einer Kleinstadt ca. 20 km östlich von Lahti. Für die Zeit des Auslandspraktikums wohnte ich in einem Apartment mitten im Stadtzentrum von Lahti.
Während meiner Tätigkeit in Finnland entlastete ich das Team durch die Erstellung einer Anlagenvisualisierung für einen aktuellen Auftrag. Anhand technischer Zeichnungen, mehrerer Listen der elektrischen Komponenten (z.B. Sensoren, Motoren und Ventile) und bestehender Projekt-Visualisierungen baute ich eine neue Anlagenvisualisierung auf. Eine Visualisierung bietet dem Anlagenbediener beispielsweise die Möglichkeit, einen Fertigungsprozess am PC zu beobachten, in diesen einzugreifen und auftretende Fehler zu beheben. Bei der Realisierung des Projekts wurde ich von den finnischen Kollegen toll unterstützt und hatte bei allen Fragen einen Ansprechpartner.
Neben den vielen neuen beruflichen Erfahrungen war die Erkundung des Landes natürlich sehr spannend. Im Winter gibt es in Skandinavien zwar kaum Tageslicht, jedoch konnte ich durch die starke Beleuchtung der finnischen Städte gut mit der Dunkelheit umgehen. Die Temperaturen lagen zwischen -10°C und -4°C und es lag sehr viel Schnee. Lahti grenzt an einen riesigen Seenverbund, der vollständig zufror und kilometerweites Schlittschuhlaufen ermöglichte. Sprachlich war Finnland natürlich eine Herausforderung - die Sprachbarriere überbrückte ich mit einer Wörterbuch-App.
Mir persönlich hat die Zeit in Finnland insbesondere dabei geholfen, mein Englisch aufzufrischen und vor allem im technischen Bereich meinen Wortschatz zu erweitern.
Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlichst bei Dieffenbacher für die tolle Unterstützung und die Ermöglichung eines solchen Erlebnisses bedanken!“

Dieffenbacher Panelboard OY in Finnland
Bild 2: Das Dieffenbacher-Tochterunternehmen Dieffenbacher Panelboard Oy in Nastola in Finnland.

Lucas Keiner in Finnland
Bild 3: Lucas Keiner vor der Skisprunganlage
in Lahti in Finnland