Dieffenbacher liefert Aufbereitungsanlage nach Hong Kong

Dieffenbacher hat in seinem neuen Geschäftsbereich Recycling einen Auftrag aus Hong Kong erhalten. Für eine Vergärungsanlage liefert das Eppinger Unternehmen zwei Aufbereitungslinien zur Zerkleinerung und Homogenisierung organischer Abfälle.

In Hong Kong entsteht derzeit eine der modernsten Vergärungsanlagen zur stofflichen und energetischen Verwertung getrennt erfasster organischer Abfälle. Das zuständige Bieterkonsortium unter Federführung von Suez hat Dieffenbacher mit der Planung, Lieferung und Inbetriebnahme von zwei vollautomatisierten Aufbereitungslinien mit kontinuierlicher Beschickung der Vergärungsanlage beauftragt. Die effiziente und vollautomatisierte Aufbereitungstechnik ist ein elementarer verfahrenstechnischer Bestandteil der Vergärungsanlage. Damit werden organische Abfälle zerkleinert und homogenisiert und die darin enthaltenen Fremdstoffe wie Plastik, Metalle und Glas separiert. Aus den so aufbereiteten organischen Abfällen wird durch die Kombination von Vergärung und Kompostierung sowohl Biogas als auch hochwertiger Kompost erzeugt.

„Mit diesem Auftrag zur Abfallaufbereitung ist uns der Eintritt in den wachstumsstarken asiatischen Abfallmarkt gelungen“, betont Wolf-Gerd Dieffenbacher, geschäftsführender Gesellschafter des Eppinger Familienunternehmens. „Ein wichtiger Erfolg für unseren neuen Geschäftsbereich Recycling, da in dieser Region derzeit eine hohe Nachfrage an Abfallverwertungsanlagen zu verzeichnen ist.“

Der Auftrag beinhaltet neben der Maschinentechnik auch die Steuerung der kompletten Aufbereitungsanlage, die aus Beschickungseinheit, Zerkleinerung und Störstoffseparierung besteht. Sie hat eine Durchsatzleistung von 228 Tonnen pro Tag und wird bereits 2016 den Betrieb in Hong Kong aufnehmen.

Dieffenbacher wird den Auftrag mit der proweps envirotec GmbH durchführen, einem Spezialisten rund um innovative Konzepte zur Abfallverwertung und regenerativen Energiegewinnung. Das Führungsteam der proweps envirotec war bereits an der Realisierung von 35 großtechnischen Abfallbehandlungs- und Biogasaufbereitungs-Anlagen beteiligt und ist im aktuellen Projekt für die verfahrenstechnische Planung der Aufbereitungstechnik verantwortlich. Gemeinsam bieten die beiden Unternehmen komplette verfahrenstechnische Lösungen zur Verwertung organischer Abfälle.

Die Zerkleinerungstechnik für organische Abfälle basiert auf dem Prinzip der Pralltechnik. Dieses patentierte Verfahren gewährleistet eine sehr effiziente Zerkleinerung organischer Abfälle und erzielt damit höhere Biogaserträge in den Vergärungsreaktoren. Das Verfahren zeichnet sich gegenüber Wettbewerbssystemen auch durch seinen geringen elektrischen Energieverbrauch aus, da kein Wasserzusatz für den Zerkleinerungsprozess benötigt wird. In den organischen Abfällen enthaltene Störstoffe werden nach der Zerkleinerung in einer weiteren Verfahrensstufe durch Siebung und Sedimentation effektiv separiert.