2010 October 26

Leichtbau für die E-Mobility

Dieffenbacher zeigt auf der K 2010 innovative Entwicklungen rund um das Pressen von faserverstärkten Kunststoffen.

Vom 27. Oktober bis 3. November 2010 präsentiert Dieffenbacher auf der K, der internationalen Messe  für Kunststoffe und Kautschuk in Düsseldorf, sein neues Direktverfahren D-SMC für die Fertigung von duromeren Struktur- und Class-A-Bauteilen in der Automotive-Industrie. Als weitere Neuheit stellt Dieffenbacher ein Gesamtsystem für das Hochdruck-Harz-Injektionsverfahren (HD-RTM) zur Herstellung von Kohlefaserverbundbauteile vor.

Durch diese Innovationen will Dieffenbacher seine Marktführerschaft im Bereich der faserverstärkten Kunststoffe mit Komplettanlagen weiter ausbauen.

D-SMC: Weltweit erstes Direktverfahren für SMC in Betrieb

Dieffenbacher beweist mit dieser Weiterentwicklung seine führende Rolle im Bereich Composite Werkstoffe. Dieffenbacher entwickelte das neue D-SMC-Verfahren zusammen im Konsortium mit den Unternehmen DSM und dem Fraunhofer ICT. Die Technologie der Direkt-Compoundierung umgeht die kostenintensive Reifung, Lagerung und Logistik des bisherigen SMC-Halbzeuges. Qualitätsminderungen werden dadurch vermieden. Der exakt reproduzierbare Prozess und die direkte Weiterverarbeitung des Halbzeuges gewährleisten eine stabile Produktion im Pressbetrieb. Das D-SMC-Verfahren bietet aber nicht nur wirtschaftliche Vorteile. Es trägt auch zu signifikanten technischen Verbesserungen von Bauteilen in Class A Qualität bei. Die Materialzusammenstellung kann präzise und ohne großen Aufwand an unterschiedliche Anforderungen online angepasst werden.

LFT-D: Ausgereiftes Direktverfahren zur Herstellung von thermoplastischen Strukturbauteilen

Das Direktverfahren für LFT-D bewährt sich schon seit mehr als zehn Jahren in der Praxis. Auch hier werden durch das von Dieffenbacher entwickelte Verfahren endlos lange Glasfasern mit einem Thermoplast vermischt und das entstehende Compound mit einer Faserlänge zwischen 20 und 40 mm direkt der Presse zugeführt. Besondere Bedeutung hat das LFT-D-Verfahren durch das Thema Leichtbau gewonnen. Strukturbauteile aus glasfaserverstärkten Polymeren ersetzen zunehmend Metallbauteile und bieten zusätzliche Integrationsvorteilen. Vor Kurzem erst lieferte Dieffenbacher eine komplette LFT-D-Linie mit einer Compress 2100/1800 AS nach China und etabliert damit als erstes Unternehmen die richtungweisende LFT-D-Technologie in der boomenden Wirtschaftsregion. Der Kunde YDAM fertigt mit dieser Dieffenbacher-Anlage Automotive-Bauteilen für höchste Ansprüche mit kürzesten Taktzeiten.

Hochdruck-Harz-Injektionsverfahren (HD-RTM)

Zur Herstellung von Kohlefaserverbundbauteilen wird das Hochdruck-Harz-Injektionsverfahren (HD-RTM) zukünftig eine weitere Schlüsselrolle im Automobilbau einnehmen. Dieser Trend wird durch den aktuellen Bedarf an Rohbauteile der Elektro- und Hybridfahrzeuge bestätigt. Zusammen mit dem Kooperationspartner KraussMaffei entwickelte Dieffenbacher dieses zukunftsweisende Verfahren. Das schwierig zu handhabende Kohlefasergewebe wird in das Unterwerkzeug einer vertikalen Presse eingelegt. Der anschließende Füllprozess mit Epoxydharzen oder Polyurethan erfolgt gewebeschonend mittels hochpräziser Mischköpfe, welche direkt an die Form angeflanscht sind. Damit bieten die beiden Unternehmen erstmals weltweit schlüsselfertige Lösungen für das Hochdruck-Harz-Injektionsverfahren aus einer Hand an.

Dieffenbacher ist eine international tätige Unternehmensgruppe, die Pressensysteme und komplette Produktionsanlagen für die Holzwerkstoffplatten-, die Automobil- und Zuliefererindustrie entwickelt und herstellt. Als Systemanbieter liefert Dieffenbacher zukunftsorientierte Komplettlösungen für die wirtschaftliche und umweltbewusste Herstellung marktgerechter Produkte.

Sie finden Dieffenbacher GmbH auf der K 2010 in der Halle 14, Stand A04.

Bild: DIRECTLINE für LFT-D Prozess

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Roger Kautz
Marketing und Kommunikation
Tel.+49 72 62 65-224
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roger.kautz(at)dieffenbacher.de