Mit Frauen gegen den Fachkräftemangel

Dieffenbacher weckt beim Girls‘ Day Begeisterung für eine technische Ausbildung


Am Donnerstag, den 26. April 2018, fand am Hauptsitz des Eppinger Maschinen- und Anlagenbauers Dieffenbacher der Girls‘ Day statt. Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahren erhielten beim Betriebsrundgang einen Einblick in die Produktions- und Montagehallen. Beim abschließenden Praxisprojekt fertigten sie unter der Anleitung von Dieffenbacher-Auszubildenden eine solarbetriebene Sonnenblume.

Mit der Teilnahme am Girls‘ Day, einer bundesweiten Aktion, die zum ersten Mal 2001 vom Bundesministerium für Bildung initiiert wurde, führt Dieffenbacher gezielt Mädchen an technisch orientierte Berufe heran und weckt Begeisterung für eine technische Ausbildung.

Aktuell bildet Dieffenbacher 46 junge Nachwuchskräfte aus, darunter auch sechs Frauen. Drei von ihnen absolvieren eine technische Ausbildung oder ein technisches Studium. Bereits in der Vergangenheit engagierte sich das Unternehmen dafür, Frauen mithilfe der passenden Ausbildung zu Expertinnen auf einem Gebiet der Technik zu machen. „Einige der Frauen schlossen an ihre technische Ausbildung auch ein solches Studium an. Ein Beispiel: Eine ehemalige Auszubildende zur technischen Zeichnerin hat sich zur Maschinenbau-Ingenieurin weiterqualifiziert und ist heute als Anlagenplanerin bei Dieffenbacher und als Dozentin an der Dualen Hochschule Karlsruhe tätig“, erläutert Dr. Ralph Weber, Personalleiter bei Dieffenbacher. Auch für zukünftige Ausbildungsjahrgänge setzt Dieffenbacher auf das Wissen, die Fähigkeiten und das Interesse von jungen Frauen, um wertvolle Nachwuchskräfte zu gewinnen.

Aktuell beträgt der gesamte Frauenanteil beim Eppinger Maschinen- und Anlagenbauer etwa 18 %, ein Wert der den Branchendurchschnitt, der laut Angaben des VDMA bei 16,6% liegt, leicht übersteigt. Speziell in den technischen Berufen ist der Frauenanteil jedoch etwas geringer - diese Quote möchte Dieffenbacher zukünftig steigern, um den mittel- und langfristigen Personalbedarf zu decken. Wie erfolgreich Frauen in technischen Berufen sein können, zeigt das Beispiel von Denise Spiegel, Mitarbeiterin im Angebotsmanagement.

Denise Spiegel stieg 2001 mit einem dualen Studium an der Berufsakademie (heute: Duale Hochschule Baden-Württemberg)  im Studiengang BWL-Industrie bei Dieffenbacher ein. Zunächst sammelte sie einige Erfahrungen in kaufmännischen Tätigkeiten, wie dem Systemeinkauf. Heute ist Denise Spiegel im technischen Vertrieb des Geschäftsbereichs Holzplattentechnik tätig. Dabei begleitet sie gemeinsam mit den jeweiligen Verkaufsleitern den gesamten Prozess von der Kalkulation, über die Angebotserstellung bis hin zu den Verkaufsverhandlungen beim Kunden. „Der Job kombiniert beides, BWL und Technik. Technik bei Dieffenbacher ist etwas zum Anfassen. Es fasziniert mich, an der Planung und Herstellung riesiger Produktionsanlagen mitzuarbeiten“, erklärt Denise Spiegel ihre Begeisterung für den Job und den Arbeitgeber. Als eine von wenigen Frauen mit vielen Männern zusammen zu arbeiten, ist für Denise Spiegel normal. „Ich empfinde es als sehr angenehm, dass alle Themen sofort offen angesprochen und angegangen werden. Das ist eine Besonderheit in einer Männergruppe, die ich persönlich sehr zu schätzen weiß“, erzählt sie. Wer sich für Technik begeistern kann, sollte auch den Mut haben, sich für einen technisch orientierten Beruf bzw. eine entsprechende Ausbildung zu entscheiden - egal ob Mann oder Frau, so Denise Spiegel. „Mit Dieffenbacher als Arbeitgeber an seiner Seite hat man auch als Frau tolle Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft.“, resümiert sie.

Girls' Day bei Dieffenbacher_2018
Girls‘ Day-Teilnehmerinnen mit Dieffenbacher-Auszubildenden und den
Dieffenbacher-Ausbildern.

Girls' Day Teilnehmerinnen
Girls‘ Day-Teilnehmerinnen arbeiten an ihrer solarbetriebenen Sonnenblume.

Girls' Day Teilnehmerin
Eine Girls‘ Day-Teilnehmerin präsentiert ihre Sonnenblume.

Denise Spiegel
Denise Spiegel, Mitarbeiterin im Angebotsmanagement im Geschäftsbereich Holzplattentechnik bei Dieffenbacher.